Scheinwerfer Glühlampen - Was bringen Spezielle Glühlampen
Die drei grössten europäischen Lampenhersteller Philips, Hella, Osram und diverse "NoName" Hersteller bieten seit geraumer Zeit Scheinwerferglühlampen an, welche verschieden eingefärbt, beziehungsweise mit unterschiedlichen Filtern bedampft sind.
Aber Vorsicht, nicht alle dieser Halogenleuchten besitzen jedoch eine EU-Zulassung. Auch von "Hochwatt-Halogenlampen" ist aus Gründen der fehlenden Zulassung und der deutlich höheren Hitzeentwicklung sowie deren Stromverbrauch dringend abzuraten. Letztere können sogar eine Zerstörung der Scheinwerfer zur Folge haben.
Die "NoName"-Lampen halte ich außerdem nur für bedingt empfehlenswert, da diese qualitativ meist nicht den Standard der Markenhersteller erreichen.
Gerade bei Leuchtmitteln die zwei Glühwendel (Abblend-/Fernlicht) besitzen, z.B. H4, ist eine präzise Positionierung der Glühwendel innerhalb der Glühlampe, bzw. des Scheinwerferreflektors für eine optimale Lichtausbeute unabdingbar. Ganz extrem macht sich dieser Effekt bei Klarglasscheinwerfern bemerkbar.
Nicht umsonst haben in unabhängigen Tests ausschließlich die Produkte der Markenhersteller ein gutes Ergebnis erzielt.
In Tests versprachen vorwiegend Halogenlampen mit hohem Blau-Anteil ein wahres Feuerwerk an Lichtausbeute, zumal schon der Blick in die weissblau leuchtenden Reflektoren ein "Superlicht" verhiess. Bei schneebedeckten oder trockenen Straßen traf dies auch in vollem Umfang zu, aber auf regennasser Fahrbahn wurde es schlicht lebensgefährlich. Die regennasse, schwarze Straße verschluckte das blauweisse Licht fast völlig. Wenn nicht die Fahrbahnbegrenzung mit der Reflektion der weissen Markierungsstreifen für Orientierung gesorgt hätte, wäre die Fahrt zum absoluten Blindflug geworden.
Bei starkem Schneetreiben oder Nebel geschah ähnliches: Die im Scheinwerferkegel tanzenden Schneeflocken reflektierten das grelle Licht dermassen, dass im weissen Gewirbel die Strasse völlig verschwand.
Das Phänomen (viel weissblaues Licht = schlechte Sicht bei nasser Fahrbahn - scheinbar wenig, jedoch gelblichgrünes Licht = exzellente Sicht bei jedem Strassenzustand) findet die Erklärung in der Wahrnehmung des menschlichen Auges.
Was wir beim Blick auf die Strasse sehen, ist nicht das Licht, sondern vielmehr die Reflektion des Lichts. Bei der Schwarzweissfotografie greift der Profi zum Grüngelb-Filter, um verschwommene oder nur knapp sichtbare Konturen hervorzuheben. Dasselbe geschieht mit dem Gelbgrün-Anteil entsprechend eingefärbter Leuchten. Nicht von ungefähr war in Frankreich während vielen Jahrzehnten gelbes Licht an Autos und Motorrädern gesetzlich vorgeschrieben.
Dass grellweisses Licht Nebeltröpfchen und Schneekristalle aufleuchten lässt, ist nämlich allseits bekannt.
Praxistest:
Das absolute Optimum bezüglich Mischlicht erzielte ich mit "Allweather"-H4-Lampen für Scheinwerfer/Abblendung und "Super-White"-H1-Lampen für die Zusatz-Fernscheinwerfer.
Bei Schnee und Nebel wird ohnehin nur mit Abblendlicht gefahren, demzufolge stören die superweissen Weitstrahler nicht.
Eine Alternative hierzu sind "+50%"-H4-Lampen ohne Farbfilter für Scheinwerfer/Abblendung und "Allweather"-H1-Lampen für Zusatz-Nebelscheinwerfer. Bei Schnee und Nebel kann im Extremfall auch nur mit Standlicht und Nebelleuchten gefahren werden.
Als Ergänzung bieten einige Hersteller sogar blau eingefärbte Standlichtlampen an, um den "Xenon-Effekt" der entsprechenden Scheinwerferlampen noch zu verstärken.
Weiterhin gibt es auch "superweiße" Standlichtlampen in LED-Technik. Diese sind zwar so gut wie unkaputtbar und haben eine geringe Leistungsaufnahme, besitzen allerdings derzeit keine Zulassung. Weiterhin haben sie den Nachteil, daß die Abstrahlung der LED nur nach vorn erfolgt und nicht rundherum wie bei einer Glühlampe, was zur Folge hat das der Scheinwerferreflektor schlecht ausgeleuchtet wird.