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Wir starteten am 26. Juli früh morgens und erreichten Puttgarden kurz nach 10:00, um dann um 10:15 mit der Fähre nach Roedbyhavn überzusetzen. Nach ca. 45 min kamen wir bereits in Dänemark an. Auf der dänischen Autobahn gings gelassen weiter Richtung Kopenhagen, wo wir der kleinen Meerjungfrau einen Besuch abstatteten und uns in der sehr schönen Innenstadt, begleitet von einem Wechsel aus Sonne und Regen, die Beine vertraten. Kopenhagen hat sehr viele, schöne Bauwerke zu bieten und auch das Viertel Nyhavn ist absolut sehenswert. Nach unserer Mittagspause gings weiter nach Helsingör, wo wir dann wieder per Fähre nach Schweden übersetzten. An der Küste fuhren wir weiter nordwärts, um auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Laholm unser erstes Nachtquartier aufzuschlagen. Nach starken Regenfällen in der Nacht zeigte sich das Wetter am morgen dann aber freundlich und die Sonne ließ sich blicken. Wir erkundeten das sehr nette kleine Örtchen Laholm, das für seine Lachszucht bekannt ist und genossen den Tag am Strand. Unser nächstes Ziel war Hogsäter in Dalsland. Auf der Fahrt dorthin machten wir in Göteborg halt. Die Innenstadt lud auch hier zum ausgiebigen bummeln ein und hatte einige Sehenswürdigkeiten parat, wie zum Beispiel das Fischauktionshaus "Fischkirche", welches durch seine Architektur einer Kirche ähnelt. Der Campingplatz in Hogsäter war Terassenartig angelegt und lag an einem großen See. Da wir für unser Zelt einen Platz auf der obersten Terrasse bekamen, hatten wir einen fabelhaften Blick auf den See und genossen herrliche Sonnenuntergänge. Von hier aus unternahmen wir Ausflüge ins Umland und auch zum Dalslandkanal. An diesem Kanal kreuzen eine Autobrücke und eine Eisenbahnbrücke eine darunterliegende mit Wasser gefüllte Brücke, über die Schiffe durch Schleusen einen tiefer gelegenen See erreichen können - absolut sehenswert.
Zwei Tage später fuhren wir dann wieder ein Stückchen nach Süden, um in Vänersborg Station zu machen,wo wir das dort stattfindende Käfertreffen besuchten. In der Nähe befanden sich die elchreichen Gebiete Halleberg und Hunneberg. Der Anblick eines Elches blieb uns zwar verwehrt, aber es gibt dort ein Elchmuseum, dessen Besuch sich lohnt.Dann ging´s weiter Richtung Norwegen. Wir wichen kurz hinter Udevalla von der Autobahn ab, um durch den aus Astrid Lindgreens Erzählungen bekanntgewordenen Ort Bullarbü zu fahren. Kurz danach überfuhren wir die Landesgrenze nach Norwegen, wo Oslo unser nächstes Ziel sein sollte. In Oslo wählten wir den hoch gelegenen Campingplatz "Ekeberg", der nicht gerade schön, dafür aber wenigstens recht teuer ist. Entschädigt wurde man durch den fabelhaften Blick über Oslo, den man von hier aus hatte. Der nächste Tag war komplett für die norwegische Hauptstadt reserviert. Wir kauften uns eine Tageskarte, mit der wir alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen konnten. Hierzu zählen in Oslo nicht nur Bus und Bahn, sondern auch Schiffe, mit denen man z.B. zur "Museumsinsel" gelangt. Dort befindet sich das Schiffahrtsmuseum, wo man unter anderem auch das berühmte Polarschiff "FRAM" erkunden kann. Weitere wichtige Stationen in Oslo waren das Schloss, das Backsteinerne Rathaus direkt am Hafen, der beindruckende Vigeland Skulpturenpark und natürlich die Holmenkollen Sprungschanze. Alles in allem also ein strammes Programm für einen Tag. Tags drauf steuerten wir unseren Krabbler Richtung Sognefjord wo wir in Sogndal unser Zelt aufschlugen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch die Stabkirche in Lomen. Von unserem Zelt aus konnten wir direkt auf den Fjord und die Schneebedeckten Gipfel der Berge schauen - einfach unbeschreiblich. Zu dem Campingplatz gehörte auch ein Steg am Fjord mit Grill, Sitzecke und Räucherofen. Am 4. August, meinem Geburtstag, machten wir einen Ausflug zum Jostedalsbreen Nationalpark. Ich wollte meinen Geburtstag einfach mal in Eis und Schnee verbringen, was ja sonst unter normalen Umständen umöglich ist. Den Abend ließen wir dann am Fjord bei Rotwein und Gegrilltem ausklingen. Hier am Sognefjord verbrachten wir noch einen Tag und hatten dadurch das seltene Vergnügen, Schweinswalen in einiger Entfernung beim Jagen zuzusehen.
Die nächste Station sollte Bergen sein. Der Weg dorthin führte uns über eine Hochebene. Auf diesem Plateau trafen wir einige Schafe an, wovon sich eines scheinbar sofort in unser Vehikel verliebte und genüßlich Käferchens Scheinwerfer abschleckte (da war ich mit der Kamera leider zu langsam). Nachdem wir diese karge Landschaft hinter uns gelassen hatten, erreichten wir Bergen. Bergen hat im Schnitt rund 200 Regentage im Jahr, und somit stand auch die Wiese des Campingplatzes fast unter Wasser. Beim Befahren und Darübergehen spritzte das Wasser nur so. Wir fanden aber trotzdem noch eine etwa 4m² große, trockene Stelle für unser Zelt.In Bergen muß man sich unbedingt das alte, am Hafen gelegene Viertel Bryggen mit seinen zahllosen Holzhäusern anschauen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Mariakirche, Bergens ältestes Gebäude, sowie die Festung. Bergens Hausberg ist der Floyen, auf den man bequem mit der "Floibanen", einer Standseilbahn, fahren kann. Von hier oben hatten wir einen herrlichen Blick bei untypisch stahlendem Sonnenschein über Bergen.
Von Bergen aus ging es weiter zum Eidfjord, oberhalb der Hardangervidda. Eine Sehenswürdigkeit hier ist der Voeringvossen, Norwegens höchster freifallender Wasserfall mit über 100 Metern. Wir unternahmen eine Wanderung dorthin, die uns an einer Felswand mit über 1300 "Treppenstufen" hinaufführte. Oben angelangt war der Weg wieder deutlich entspannender. Hier konnten wir sogar eine Elchspur entdecken, aber von dem gewaltigen Geweihträger war weit und breit nichts zu sehen. Wir gelangten dann zum oberen Teil des Wasserfalls. Es ist schon beeindruckend vieviel Krach solche Wassermassen erzeugen können. Für den Rückweg wählten wir die alte Straße, auf der nur noch eine gummibereifte Touri-Bimmelbahn verkehrt. Von hier aus zweigt ein Weg zum unteren Teil des Wasserfalls ab, der durch riesige Geröllfelder führt. Hier lagen sogar Überreste eines LKWs verstreut - der hat wohl mal die Kurve nicht gekriegt... Der Weg führte Weiter über eine "Indianer Jones"-mäßige Hängebrücke zum Fuß des Wasserfalls. Diese Urgewalten lassen sich einfach nicht in Worte fassen - der absolute Hammer.Der nächste Stopp war Lofthus am Soerefjord im Hardanger. Hier liegt ein großes Obstanbaugebiet - und mittendrin unser Campingplatz. Dieser Campingplatz war der Schönste von allen. Hier konnte man direkt unter den Obstbäumen zelten, oder wie wir, auf einer Wiese mit Blick über die Obstplantagen, auf den Fjord und die schneebedeckten Gletscher - und das alles bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Das Wasser im Fjord hatte sich mittlerweile soweit aufgeheizt, das man problemlos darin baden konnte - ein Vergnügen, das relativ selten möglich ist. Es ist schon stark beim Schwimmen auf den Folgefonna-Gletscher zu schauen, in dem sich ein großes Sommerskigebiet befindet. Besagten Gletscher besuchten wir am folgenden Tag, genauer gesagt, die Gletscherzunge "Buarbreen".
Der Wanderweg dorthin ist mal wieder nichts für Latschenträger, da er durch das Geröll bergaufwärts führt. An einigen Stellen muß man sogar an Seilen bergaufwärts klettern. Der Blick auf das blaue Eis und die tosenden Wassermassen entschädigt aber für alle Strapazen.
Unser Käfer hatte in der Zwischenzeit Gesellschaft von einem Niederländischen Artgenossen bekommen, der uns zwischendurch schon öfter begegnet war. Zu dem Krabbeltier gehörten drei (??!!) Niederländer (Naja, war ja auch ein 1302 mit "großem" Kofferraum). Wir hielten etwas Smalltalk und waren uns fast sicher, das wir uns nochmals treffen würden.
Wenn man schon in Norwegen unterwegs ist, sollte man sich auf keinen Fall den "Preikestolen" entgehen lassen. Dieser begehbare Felsvorsprung hängt 600 Meter über dem Fjord. Wir zelteten auf dem Campingplatz "Preikestolen-Camping", der nicht ganz billig, aber dafür auch sehr schön und weitläufig war. Als wir einen Platz für unser Zelt gefunden hatten wurden wir auch schon winkend begrüßt - Die Niederländer waren auch schon da... Bei der Ankunft hatte ich schon mitbekommen, das man möglichst früh, so gegen 8:00, zum Felsen aufbrechen sollte, da der Andrang später zu groß sei. So war auch unsere Planung, die aber dank unserer Nachbarn (natürlich Deutschen) durchkreuzt wurde. Diese brachen so gegen 6:00 Uhr auf, ließen aber ihren Hund im Wohnmobil zurück. "Köti" verlieh seinem Unmut durch lautstarkes Gehäul Ausdruck. Ob er den Tag überlebt hat, oder vielleicht auf dem Grill eines Chinesen endete, ist uns nicht bekannt. Jedenfalls lösten wir unser Parkticket um 7:15 auf dem Parkplatz am Fuße des Wanderwegs. Hier waren deutlich sichtbar Warnschilder zu sehen, die auf das erforderliche Schuhwerk hinwiesen. Der "Wanderweg" war am Anfang ziemlich unspektakulär, was sich aber schnell geben sollte. Meist ging es durch Geröllfelder und Baumwurzeln, die durch kurze Ebenen etwas Entspannung verschafften. Dank der frühen Stunde waren außer uns maximal noch 6 Personen auf dem Preikestolen, sodaß wir die Atmosphäre entspechend genießen konnten. Im Laufe der Zeit wurde es aber schnell voller und so machten wir uns irgendwann auf den Rückweg. Hier kamen uns immer öfter typische Touris unterschiedlicher Nationen entgegen, die natürlich völlig falsch gekleidet und der Erschöpfung nah waren. Unterwegs erlebten wir auch einige die einfach wieder umdrehten. Der absolute Härtefall war eine ältere Dame in Pantoffeln.
Da wir von unserem Ausflug schon wieder gegen 12:00 Uhr zurückwaren, fuhren wir nach Tau, um von hier aus mit der Personenfähre nach Stavanger überzusetzen. Stavanger hat einen sehr hübschen, alten Hafen mit den typisch bunten Holz-Speicherhäusern entlang der Kaimauer. Heute sind darin Shops und Cafes untergebracht. Besonders sehenswert ist das Viertel "Alt Stavanger" (Gamle Stavanger). Hier stehen dicht an dicht alte weiße Holzhäuser an Kopfsteinpflasternen Straßen und Gassen, überall sind Anpflanzungen mit bunten Blumen. Schnell verfällt man dem Zauber und wähnt sich fast in einer anderen Welt.
Tags darauf trödelten wir langsam nach Kristiansand wo wir noch eine letzte Übernachtung auf einem Campingplatz machten, um dann am Nächsten Tag pünktlich die Fähre zu erreichen. Die Fährüberfahrt von Kristiansand nach Hirtshals verlief leider nicht ganz planmäßig, sodaß wir Hirtshals mit starker Verspätung erreichten. Da wir auf der Fähre genug Zeit zum ausruhen hatten, entschlossen wir uns aufgrund der vorgerückten Stunde direkt bis nach Celle bzw. Eldingen durchzufahren. Wir erreichten Eldingen nach insgesammt ca. 3800 zurückgelegten Kilometern irgendwann mitten in der Nacht.Nicht nur aufgrund des spitzenmäßigen Wetters war es ein absoluter Traumurlaub. Lasst Euch überraschen, welches unser nächstes Ziel sein wird, das wir mit "Käferchen" ansteuern werden. Kai-03
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Da geht ne Menge rein ...
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